Familie Haas

Nachwuchslager

Alle Jahre wieder…
das Nachwuchs -Trainingslager der OLG Zürich und der OLG Schaffhausen.

Mein Part ist eigentlich ganz einfach:
Erstens:   die Kleinbusse organisieren
Zweitens: Fahrer, ebendieser Kleinbusse
Drittens:  Küchenjünge (nein nicht in den Kleinbussen)

Somit liest Du hier den Bericht zum OL-Nachwuchslager aus Sicht des “Kleinbus organisierenden und fahrenden Küchenjungen”.

Tag 1

140423_OLNW_03Die beiden Kleinbusse bieten eigentlich alles was das Herz begehrt und sonst noch so einiges: Klimaanlage, Tempomat, Soundanlage, Beschränkung auf 100kmh, Fahrtenschreiber und jeweils 14+1 Sitzplätze. Mein Platz ist der ‘+1′.

 

Nur, so mit aktivem Tempomat, Anhänger und wenig bis sehr wenig Verkehr auf der Autobahn kann es schon mal langweilig werden.

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Nun ja, irgendwann geht alles (nicht nur der Kaffee  ;-) ) zu ende. Bei super Wetter können wir ein erstes Training im “Fürstenwald” nördlich der Stadt Chur absolvieren. Dies stellt sich für einige als nicht ganz so einfaches Unterfangen heraus. Sehen doch alle Gräben, Rinnen, Mulden und so weiter recht ähnlich bis ziemlich gleich aus, was die Orientierung nicht unbedingt vereinfacht.

Nach einer kurzen Fahrt kommen wir nach dem Training schon bald beim Lagerhaus an. Nun folgt also der nahtlose Wechsel zu Job Nummer drei: Küchenjunge. Das bedeutet zuerst mal Vorratsraum und Küche suchen, Lebensmittel schleppen, Vorräte einräumen, Küche besichtigen und einrichten. 140423_OLNW_28

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Immerhin haben wir eine doch recht “brauchbare” Kaffeetheke.

Somit müsste ich eigentlich die nächsten Tage über die Runden kommen.

 

 

 

Nachdem das Vorgeplänkel erledigt ist geht es an’s Rüsten. Unendlich viele Zwiebeln wollen geschält, gehackt und gedünstet werden. Einige Augenblicke und Tränen später köchelt die leckere Bolognese friedlich in der Pfanne.

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140423_OLNW_08140423_OLNW_07Die Carbonara-Sauce, die Teigwaren und der Salat runden das erste Nachtessen ab. Nur das nun keiner auf die Idee kommt, das wäre alles mein Werk. Die Küchenchefin Doris und die Hilfsköchin Corina haben da mindestens so viel dazu beigetragen und mitgewirkt.

Es folgt noch die Vorbereitung für das Frühstück: 140423_OLNW_09

Tag 2

Aufstehen – Frühstück richten.

Und so sieht dann das Frühstücksbuffet schlussendlich aus. (vor dem grossen Sturm…) 140423_OLNW_11

Bei, für unser Nachwuchslager ungewohntem Wetter (kein Schee, kein Regen, kein Nebel, wärmer als 10Grad, Sonnenschein!), fahren wir zum Training. Dieses findet bei Bonaduz auf der Karte “Bot Tschavir” statt. Nachdem alle Postensetzer, auch die welche die Standorte nicht auf Anhieb fanden, zurück waren durften sich die Teilnehmer versuchen. Für uns Flachländer ein schöner und abwechslungsreicher Wald. Von flach und super belaufbar, ordentlich grün, mit und ohne Fallholz bis zu “überhängend” wird alles was das Herz begehrt geboten.140423_OLNW_17

Nach der Spielpause und dem Lunch folgt bereits das nächste Training in der Churer Altstadt. Hier sind etwas andere Fähigkeiten gefordert. Schnelle Entscheide und schnelle Beine erleichtern die Aufgabe beträchtlich.

140423_OLNW_14Nach der Rückkehr ins Lagerhaus finde ich mich alsbald in der Küche wieder.

Nein, nein falsch gedacht, heute muss ich keine Zwiebeln schälen. Hat alles die Chefin bereits erledigt.

Mein erster Job war einiges leckerer. Creme zubereiten und “verschmieren” bis alles gleichmässig eingesaut, äh meine natürlich verteilt, ist.

1, 2, 3 … und hier das Resultat

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Heute stehen Ofenkartoffeln mit “Rüebli” und Pouletfleisch auf dem Menuplan. Ist eigentlich ganz einfach: Alles Rüsten (Chefin), in grossen Schüsseln würzen (Chefin), auf Backblech (ich) und ab in den Ofen (ich).

140423_OLGNW_022a140423_OLNW_13140423_OLNW_2220 bis 30 Minuten backen, dann das Fleisch gleichmässig über dem Gemüse verteilen und nochmals 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Raus, essen und geniessen.

Soweit die Theorie.

Nur leider spielt der Ofen nicht wunschgemäss mit. Nach 45 Minuten –  ist das Gemüse immer noch viel näher an Rohkost als an gar. 1Stunde – immer noch sehr, sehr knackig. Wieder 15 Minuten später –  noch sehr knackig. Nochmals 15 Minuten später – nur noch knackig! – Poulet rein, Salat auftischen, Meute zusammenrufen und nochmals 20 Minuten später – endlich Nachtessen.

Im Nachhinein finden wir heraus, dass die Unterhitze nicht mehr funktioniert. Denn das heutige Brot wird im ersten Anlauf oben schwarz und unten Teig (Das Brot ist nach dreimal um 90 Grad drehen schlussendlich doch noch rundherum knusprig geworden).

Nach dem Kubb-Turnier, das heute infolge leichter Verzögerung durch das Nachtessen bei einsetzender Dämmerung stattfindet, rücken wir den Cremeschnitten zu Leibe.

Tag 3

140423_OLNW_20Frühstück richten – Frühstücken – Küche aufräumen – zum Trainig fahren – Training.  So war der Ablauf gestern. Heute klappt das mit dem Training nicht, da wir für morgen Sonntag den Zopf nicht mehr backen konnten (man errinnere sich an die defekte Unterhitze) ist heute einkaufen angesagt. Das Training auf der Karte “Ils Aults” verlief eigentlich problemlos. Wenn man davon absieht, dass die geplante Leitlinie in Form einer Telefonleitung zwar auf der Karte aber nicht mehr im Gelände zu finden war, da in der Zwischenzeit abgerissen. Ein Beobachter an besagter Stelle im Wald versuchte das Chaos zu verhindern.  Was anscheinend erfolgreich war, fanden doch alle wieder aus dem Wald. Nach dem Mittagessen ist heute Alternativ-Programm angesagt. Zur Auswahl stehen Hallenbad, Spielmittag oder ‘OL für Alle’ organisiert von der OLG Chur. (Minigolf muss infolge Regen, der sich dann zum Glück recht dezent zeigte, abgesagt werden)

Für das Nachtessen ist wieder einmal Zwiebeln rüsten aktuell. Zum heutigen Schlussabend servierten wir Fajitas. Dank professioneller Mikrowelle und Warmhalteschublade gelingt das problemlos und sogar zum richtigen Zeitpunkt. 140423_OLNW_21Fajitas sind für die Hungrigen insofern eine Herausforderung als es da gilt die Menge Zutaten korrekt abzuschätzen, so dass sich das Ganze noch falten und “vernünftig” essen lässt. Hier waren recht unterschiedliche Techniken und Vorgehensweisen zu beobachten.

Ein kleines Desserbuffet mit Cremeschnitte (Ja es gab, trotz “all you can eat”, tatsächlich noch Reste vom Vorabend.), Glace, Fruchtsalat, Rahm und Kuchen beenden den bunten Schlussabend.

Tag 4

Wir starten mit der normalen Prozedur: Aufstehen – in Küche wanken – Frühstück richten – Frühstücken – Küche aufräumen. Die Teilnehmer gehen danach für die Staffel in den Wald in der Nähe des Lagerhauses. Wir räumen währenddessen die Küche auf und bereiten das Mittagessen vor. Danach heisst es packen, aufräumen, Material schleppen, Sokoban spielen (= Fahrzeug einräumen) und Haus putzen.

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Nach der Rangverkündigung des Lagercups heisst es wieder einsteigen und heimfahren. Was dank Tempomat, usw. wiederum problemlos und auch beinahe pünktlich gelingt.

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Schön war’s …

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